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In diesem Artikel

Sales Funnel erstellen: Aufbau, Schritte & Beispiele

Ein Sales Funnel ist der strukturierte Weg, den ein Interessent von der ersten Aufmerksamkeit bis zu einer gewünschten Handlung durchläuft – zum Beispiel einer Anmeldung, einer Anfrage oder einem Kauf.

Ein guter Funnel besteht nicht einfach aus möglichst vielen Seiten. Er verbindet Traffic, Angebot, Landingpage, E-Mail-Kommunikation, Verkaufsseite und Messung so, dass jeder Schritt eine klare Aufgabe erfüllt.

Ein Sales Funnel ist kein Trick, um Menschen zu etwas zu drängen. Er ist eine klare Abfolge von Informationen und Entscheidungen, damit Interessenten verstehen, was du anbietest und was der nächste sinnvolle Schritt ist.

Kurz erklärt: Aufmerksamkeit → Landingpage → Lead oder Interessent → Follow-up → Angebot → Checkout oder Anfrage → Onboarding.

Was ist ein Sales Funnel?

„Sales Funnel“ bedeutet auf Deutsch Verkaufsfunnel oder Verkaufstrichter. Am Anfang erreichen viele Menschen dein Unternehmen oder deinen Content. Ein Teil beschäftigt sich intensiver mit deinem Thema, ein kleinerer Teil wird Lead und wiederum ein Teil entscheidet sich für ein Angebot.

Der Begriff „Trichter“ beschreibt also die abnehmende Anzahl von Personen von Stufe zu Stufe. Technisch kann ein Funnel sehr einfach oder komplex sein.

Einfaches Beispiel: Instagram Reel → Landingpage → E-Mail-Eintragung → Event → Angebot

Komplexeres Beispiel: Meta Ad → Lead Magnet → Willkommenssequenz → Webinar → Sales Page → Checkout → Onboarding

Mehr Schritte bedeuten nicht automatisch einen besseren Funnel. Jeder zusätzliche Schritt muss einen klaren Grund haben.

Wie ist ein Sales Funnel aufgebaut?

Für Anfänger reicht es, den Funnel in fünf Kernbausteine zu zerlegen:

1. AufmerksamkeitTrafficMenschen kommen über Social Media, SEO, Ads, Empfehlungen, Affiliate-Partner oder andere Kanäle in deinen Funnel.
2. InteresseLandingpageDie Seite erklärt, warum der nächste Schritt relevant ist und was die Person dafür erhält.
3. BeziehungFollow-upE-Mails, Content oder ein Event vertiefen das Thema und helfen dem Interessenten bei der Entscheidung.
4. AngebotSales PageDas Angebot wird verständlich erklärt: Problem, Lösung, Inhalt, Preis, Bedingungen und nächster Schritt.
5. ConversionCheckout / AnfrageDer Interessent kauft, bucht, registriert sich oder führt die gewünschte Handlung aus.

Die 4 typischen Funnel-Phasen

1. Awareness – Aufmerksamkeit

In dieser Phase kennt die Person dein Angebot möglicherweise noch nicht. Sie sieht einen Beitrag, eine Anzeige, einen Blogartikel oder eine Empfehlung.

2. Consideration – Interesse

Die Person beschäftigt sich intensiver mit dem Problem und prüft mögliche Lösungen. Lead Magnet, Newsletter, Event, Webinar oder vertiefender Content können hier sinnvoll sein.

3. Conversion – Entscheidung

Jetzt muss das Angebot klar und vollständig erklärt werden. Preis, Nutzen, Inhalt, Bedingungen, Einwände und CTA sollten verständlich sein.

4. Retention – nach dem Kauf

Ein Funnel endet nicht zwingend beim Checkout. Onboarding, Support, Produktnutzung, Folgeangebote und Empfehlungen können Teil des Systems sein.

Wichtig: Verwende Verknappung, Fristen oder Limitierungen nur dann, wenn sie tatsächlich existieren. Ein Funnel sollte Orientierung schaffen und keinen künstlichen Druck erzeugen.

Sales Funnel erstellen: 8 Schritte

Ziel definierenEntscheide, was am Ende passieren soll: Lead, Event-Anmeldung, Beratung, Verkauf oder eine andere klare Handlung.
Zielgruppe verstehenWelche Ausgangssituation, Fragen, Einwände und Erwartungen hat die Person?
Angebot festlegenDer Funnel kann kein unklar positioniertes Angebot reparieren. Definiere Inhalt, Nutzen, Zielgruppe und Preis.
Einstieg wählenLege fest, wie Menschen in den Funnel kommen: Blog, Social Media, Ads, Affiliate, YouTube oder andere Kanäle.
Landingpage bauenEin Ziel pro Seite. Erkläre Nutzen, Erwartung und nächsten Schritt klar.
Follow-up planenNutze E-Mails, Content oder ein Event, um das Thema sinnvoll zu vertiefen.
Angebotsseite und Checkout vorbereitenDer Kaufprozess muss verständlich, technisch stabil und mobil nutzbar sein.
Messen und optimierenPrüfe, an welcher Stelle Menschen aussteigen und ändere nicht alles gleichzeitig.

Welche Seiten braucht ein Sales Funnel?

SeiteAufgabeTypischer Einsatz
Opt-in-SeiteE-Mail-Adresse oder Anmeldung gewinnenLead Magnet, Event, Newsletter
Danke-SeiteNächsten Schritt erklärenBestätigung, Video, Termin, Hinweis
Sales PageAngebot ausführlich erklärenProdukt, Kurs, Dienstleistung
CheckoutKauf abschließenZahlung, Rechnungsdaten, Bestätigung
Upsell-SeitePassende Ergänzung anbietenNur wenn sinnvoll und transparent
Onboarding-SeiteKunden aktivierenZugang, erste Schritte, Nutzung

Wenn du verschiedene Plattformen dafür vergleichen möchtest, lies auch Funnel-Systeme im Vergleich.

Was muss auf eine gute Funnel-Landingpage?

Eine Landingpage sollte genau eine Hauptaufgabe haben. Ein sinnvoller Aufbau ist:

  1. klare Headline
  2. konkreter Nutzen
  3. kurze Erklärung
  4. relevanter Proof
  5. klarer CTA
  6. möglichst wenig Ablenkung

Wenn das Ziel eine Event-Anmeldung ist, sollte dieselbe Seite nicht gleichzeitig zehn andere Produkte, Blogartikel und externe Links bewerben.

Welche Rolle spielt E-Mail-Marketing im Funnel?

Nicht jeder Interessent entscheidet sich beim ersten Kontakt. Genau hier hilft E-Mail-Marketing.

  • Anmeldung bestätigen
  • Lead Magnet ausliefern
  • Erinnerungen versenden
  • Problem vertiefen
  • Einwände beantworten
  • Angebot erklären
  • nach dem Kauf onboarden

Mehr dazu findest du im Hub E-Mail-Marketing für Anfänger.

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5 Sales-Funnel-Beispiele

1. Lead-Magnet-Funnel

Social Media oder SEO → Opt-in-Seite → Lead Magnet → Willkommenssequenz → Angebot

Geeignet, wenn du zuerst eine E-Mail-Liste aufbauen möchtest.

2. Webinar- oder Event-Funnel

Content oder Ads → Event-Anmeldung → Erinnerungssequenz → Event → Angebotsseite → Checkout

Geeignet für erklärungsbedürftigere Angebote, bei denen vor dem Kauf mehr Kontext nötig ist.

3. Direktverkaufs-Funnel

Anzeige oder Content → Sales Page → Checkout → Onboarding

Geeignet für leicht verständliche Angebote mit geringem Erklärungsbedarf.

4. Beratungs-Funnel

Content → Landingpage → Qualifizierungsformular → Termin → Gespräch → Angebot

Geeignet für höherpreisige Dienstleistungen oder individuellere Angebote.

5. Affiliate-Funnel

Content → Ratgeber / Vergleich → vertiefender Inhalt → Affiliate-Link → Verkaufsseite des Anbieters

Mehr dazu findest du in Affiliate-Marketing für Anfänger.

Die wichtigsten Funnel-Kennzahlen

KennzahlWas sie zeigtTypische Frage
CTRAnteil der Personen, die klickenIst die Botschaft interessant genug?
Opt-in-RateAnteil der Besucher, die sich eintragenPasst Landingpage zu Traffic und Angebot?
Conversion RateAnteil mit gewünschter HandlungFunktioniert die Funnel-Stufe?
CPLKosten pro LeadWie teuer ist die Lead-Gewinnung?
CPAKosten pro Kunde oder AktionWie teuer ist das Ergebnis?
AOVdurchschnittlicher BestellwertWie viel Umsatz entsteht pro Bestellung?
Revenue per LeadUmsatz pro LeadWie wertvoll ist ein Kontakt wirtschaftlich?

Opt-in-Rate

Eintragungen ÷ Besucher × 100 = Opt-in-Rate

Conversion Rate

Conversions ÷ Besucher × 100 = Conversion Rate

Cost per Lead

Werbekosten ÷ Leads = CPL

Revenue per Lead

zurechenbarer Umsatz ÷ Leads = Umsatz pro Lead

So optimierst du einen Sales Funnel

1. Prüfe die Traffic-Qualität

Kommen überhaupt die richtigen Menschen auf die Seite?

2. Prüfe die Landingpage

Ist der Nutzen klar? Passt die Botschaft zum Traffic? Gibt es unnötige Ablenkung?

3. Prüfe das Follow-up

Kommen E-Mails an? Werden sie geklickt? Ist die Reihenfolge sinnvoll?

4. Prüfe das Angebot

Versteht der Interessent, was er bekommt? Sind Preis, Inhalt und Nutzen transparent?

5. Prüfe Checkout und Technik

Funktioniert mobil alles? Gibt es Ladefehler, kaputte Buttons oder unnötige Formularfelder?

Optimiere immer die schwächste Stufe zuerst. Ein besserer Button heilt keinen schlechten Traffic – und mehr Traffic heilt keinen kaputten Checkout.

12 typische Sales-Funnel-Fehler bei Anfängern

  1. Den Funnel bauen, bevor das Angebot klar ist.
  2. Zu viele Seiten ohne klare Funktion hinzufügen.
  3. Mehrere CTAs auf einer Landingpage verwenden.
  4. Traffic und Landingpage nicht aufeinander abstimmen.
  5. Keine E-Mail-Sequenz nach dem Opt-in haben.
  6. Auf jeder Stufe sofort verkaufen.
  7. Fake-Verknappung oder künstlichen Druck einsetzen.
  8. Mobile Darstellung nicht testen.
  9. Technische Fehler nicht überwachen.
  10. Keine Kennzahlen definieren.
  11. Alles gleichzeitig ändern.
  12. Nur auf Conversion Rate schauen und Wirtschaftlichkeit ignorieren.

Welche Tools brauchst du für einen Sales Funnel?

Typische Kategorien sind Landingpage-Builder, E-Mail-Marketing-System, Checkout, CRM, Analytics und Automationsplattform. Welche Lösung passt, hängt von deinem Geschäftsmodell ab. Siehe dazu Funnel-Systeme.

Wie sieht ein einfacher Funnel für Anfänger aus?

Content → Landingpage → E-Mail → Angebot

Oder bei einem Event:

Content → Event-Anmeldung → Erinnerungsmails → Event → Angebot

Für Anfänger gilt: Ein Funnel mit vier funktionierenden Schritten ist wertvoller als ein Funnel mit zwölf Seiten, fünf Upsells und komplizierter Automation, die niemand versteht.

Häufige Fragen zum Sales Funnel

Was ist ein Sales Funnel einfach erklärt?

Ein Sales Funnel ist der strukturierte Weg vom ersten Kontakt bis zu einer gewünschten Handlung, zum Beispiel einer Anmeldung oder einem Kauf.

Wie viele Schritte braucht ein Funnel?

Es gibt keine feste Zahl. Entscheidend ist, dass jeder Schritt eine klare Aufgabe erfüllt.

Brauche ich immer einen Lead Magnet?

Nein. Je nach Angebot kann ein Event, direkter Verkauf, Beratungsgespräch oder anderer Einstieg sinnvoller sein.

Brauche ich E-Mail-Marketing für einen Funnel?

Nicht zwingend, aber für viele Funnels ist E-Mail sinnvoll, weil nicht jeder Interessent beim ersten Kontakt entscheidet.

Was ist der Unterschied zwischen Funnel und Landingpage?

Eine Landingpage ist eine einzelne Seite. Ein Funnel ist der gesamte Prozess aus mehreren Berührungspunkten und Schritten.

Was ist ein Lead Funnel?

Ein Lead Funnel ist auf die Gewinnung und Weiterentwicklung von Kontakten ausgerichtet. Ziel ist häufig zunächst die Eintragung und nicht direkt der Verkauf.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Es gibt keinen universellen Wert. Sie hängt stark von Traffic-Quelle, Angebot, Preis, Funnel-Stufe und Zielgruppe ab. Vergleiche vor allem deine eigene Entwicklung innerhalb derselben Funnel-Stufe.

Fazit: Ein guter Sales Funnel ist klar, messbar und nicht unnötig kompliziert

Wenn du einen Sales Funnel erstellen möchtest, beginne nicht mit Tools. Beginne mit Ziel, Zielgruppe und Angebot.

  • klares Ziel
  • definierte Zielgruppe
  • verständliches Angebot
  • passender Einstieg
  • fokussierte Landingpage
  • sinnvolles Follow-up
  • saubere Angebotsseite
  • messbare Kennzahlen

Der beste Funnel ist nicht der längste. Es ist der Funnel, bei dem jede Stufe einen klaren Grund hat.

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